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Sprühgeräte: Unverzichtbare Geräte zur pflanzenschutztechnischen Schädlingsbekämpfung in der Landwirtschaft

2025-12-22 15:44:12
Sprühgeräte: Unverzichtbare Geräte zur pflanzenschutztechnischen Schädlingsbekämpfung in der Landwirtschaft

Kalibrierung von Sprühgeräten: Gewährleistung genauer chemischer Applikationsraten

Warum eine präzise Kalibrierung Unter- oder Überdosierung verhindert

Die ordnungsgemäße Kalibrierung von Sprühgeräten ist nicht nur wichtig – sie ist für eine wirksame Schädlingsbekämpfung absolut unerlässlich. Wenn Landwirte zu wenig Pestizid ausbringen, können Schädlinge ungehindert vermehren und die Ernte beschädigen. Werden hingegen zu große Mengen ausgebracht, führt dies lediglich zu unnötigen Kosten für zusätzliche Chemikalien und belastet die Umwelt über Gebühr. Studien zeigen, dass falsche Ausbringungsmengen den Landwirten jährlich Verluste in Höhe von rund 740.000 US-Dollar verursachen – Verluste, die laut einer Studie des Ponemon Institute aus dem Jahr 2023 hätten vermieden werden können. Bei der Kalibrierung werden zahlreiche Faktoren berücksichtigt, die sich im Laufe der Zeit verändern: abgenutzte Düsen, schwankende Druckverhältnisse sowie die Geschwindigkeit, mit der das Gerät über unterschiedliche Bodenarten bewegt wird. Ohne regelmäßige Überprüfungen versagen selbst die neuesten Sprühgeräte irgendwann vollständig bei der Abdeckung einzelner Flächen oder überschütten bestimmte Bereiche übermäßig stark. Dies ist entscheidend, denn eine präzise Ausbringung stellt sicher, dass Landwirte innerhalb der gesetzlichen Grenzwerte bleiben, die auf den Produktetiketten festgelegt sind, und gewährleistet, dass ihre Investition sich lohnt – indem genau die Menge ausgebracht wird, die die Pflanzen tatsächlich benötigen, statt auf Basis von Schätzungen zu arbeiten.

Schritt-für-Schritt-Feldkalibrierung für Sprühboome

Die erste Feldkalibrierung umfasst in der Regel die Überprüfung der Bewegungsgeschwindigkeit. Messen Sie die Zeit, die bei normaler Betriebsdrehzahl benötigt wird, um eine Strecke von 100 Metern zurückzulegen, um die Geschwindigkeit in Kilometern pro Stunde zu ermitteln. Im nächsten Schritt muss sichergestellt werden, dass alle Düsen nahezu identische Ausbringmengen liefern. Nehmen Sie von jeder Düse etwa eine Minute lang Proben und ersetzen Sie alle Düsen, deren Leistung um mehr als 5 Prozent von der vom Hersteller angegebenen Soll-Leistung abweicht. Passen Sie den Systemdruck an die für die Düsen optimale Einstellung an – bei Herbiziden liegt dieser in der Regel zwischen 20 und 45 psi. Anschließend prüfen Sie die Flüssigkeitsmenge, die durch den gesamten Sprühbalken fließt. Um das gesamte Ausbringvolumen zu bestimmen, verwenden Sie folgende Berechnung: Nehmen Sie die Düsenleistung in Litern pro Minute, multiplizieren Sie diesen Wert mit 600 und teilen Sie das Ergebnis durch sowohl die Fahrgeschwindigkeit in Kilometern pro Stunde als auch den Düsenabstand in Zentimetern, um das Ergebnis in Litern pro Hektar zu erhalten. Vergessen Sie nicht, diese Tests nach jedem Düsenwechsel oder etwa alle 50 Betriebsstunden erneut durchzuführen.

Düsenauswahl und Tropfenmanagement für gezielte Schädlingsbekämpfung

Abstimmung des Düsentyps auf Schädling, Bestandesdichte und Entwicklungsstadium

Die richtige Düse auszuwählen bedeutet, die Funktionsweise der Sprühstrahlen an das anzupassen, was im Feld geschützt werden muss. Bei dichtem Pflanzenbewuchs – wie beispielsweise Sojabohnen im Wachstumsstadium R3 – erzielen Luftinduktionsdüsen bessere Ergebnisse, da sie größere Tropfen mit einem Durchmesser von etwa 300 bis 400 Mikrometern erzeugen, die sich nicht so schnell verdunsten. Umgekehrt verteilen sich die winzigen Tropfen mit einem Durchmesser von 100 bis 200 Mikrometern, die von Flachstrahldüsen ausgehen, breiter und haften besser – ideal, um Blattläuse auf Weizenfeldern zu bekämpfen, wo die Pflanzen nicht dicht beieinanderstehen. Vorsicht ist jedoch geboten: Diese kleinen Tropfen können leicht abtreiben, insbesondere bei Windgeschwindigkeiten über 6 Meilen pro Stunde – ein Zustand, der in der Praxis durchaus häufig auftritt. Landwirte müssen ihre Wahl zudem an der Entwicklungsphase der Kulturpflanzen ausrichten. Junge, kräftig wachsende Pflanzen reagieren gut auf Düsen, die das Abtreiben von Spritzmitteln begrenzen, da andernfalls chemische Wirkstoffe sie schädigen könnten. Blühende Kulturen hingegen erfordern eine besonders sorgfältige Applikation, da Bestäuber wie Bienen vor einer unbeabsichtigten Besprühung geschützt werden müssen.

Optimierung des Tröpfchenspektrums zur Balance von Abdeckung, Penetration und Drift-Risiko

Die Tröpfchengröße bestimmt unmittelbar die Wirksamkeit von Pestiziden und deren Umweltsicherheit. Untersuchungen zeigen, dass mittelgroße Tröpfchen (200–300 µm) den optimalen Kompromiss bieten – sie erreichen eine um 30 % bessere Durchdringung der Pflanzenkrone als extrem grobe Tröpfchen und reduzieren den Drift um 70 % im Vergleich zu feinen Sprühnebeln. Berücksichtigen Sie folgende Variablen:

Faktor Feine Tröpfchen (100–200 µm) Grobe Tröpfchen (300–400 µm)
Abdeckung Besonders geeignet für Insekten - Einigermaßen
Drift-Potenzial Hoch Niedrig
Beste Anwendung Kontaktinsektizide Bodenapplizierte Herbizide

Systemische Herbizide wirken am besten mit groberen Tröpfchenspektren, um die Bewegung außerhalb des Zielgebiets zu minimieren, während Fungizide mittelgroße Tröpfchen für eine gleichmäßige Ablagerung auf den Blättern benötigen. Optimieren Sie stets das Tröpfchenspektrum in Kombination mit der Kalibrierung des Sprühgeräts – Druckschwankungen über 10 PSI verändern die Tröpfchengrößenverteilung um 25 % und beeinträchtigen damit die Zielgenauigkeit.

Drift-Minderung: Integration von Sprühgeräteeinstellung, Wetter-Intelligenz und bewährten Praktiken

Betriebliche Anpassungen, die Bewegungen außerhalb des Zielbereichs um mehr als 40 % reduzieren

Konkrete Änderungen an der Durchführung von Applikationsvorgängen können das Problem des Pestizid-Drifts tatsächlich deutlich verringern. Studien zeigen, dass bei einer Halterhöhe von 45 bis 60 cm über den Pflanzen die unerwünschte Ausbreitung von Chemikalien um rund 40 % sinkt im Vergleich zu höher positionierten Haltern. Kombiniert man diese Anpassung mit langsameren Fahrgeschwindigkeiten unter 10 Meilen pro Stunde (ca. 16 km/h) in besonders schutzwürdigen Bereichen, so vermindert sich die Entfernung, über die Tröpfchen vom Zielort abweichen. Auch die Überprüfung der Wetterbedingungen vor dem Ausbringen ist von großer Bedeutung: Vermeiden Sie das Ausbringen bei Temperaturinversionen oder bei Windgeschwindigkeiten über 10 Meilen pro Stunde (ca. 16 km/h), da solche Bedingungen die Wahrscheinlichkeit eines Drifts verdreifachen. Die Einrichtung von Pufferzonen entlang von Bächen und anderen nichtzielgerichteten Bereichen mit Breiten zwischen 25 und 50 Fuß (ca. 7,6 bis 15,2 m) trägt ebenfalls dazu bei, die Chemikalien besser einzudämmen. All diese Maßnahmen ermöglichen eine wirksame Bekämpfung, ohne die Umgebung zu schädigen, und gewährleisten gleichzeitig eine effiziente Gerätenutzung nach Bedarf.

Intelligente Sprühtechnologie: KI-gestützte Präzision für reduzierte Inputs und eine höhere Rendite

Echtzeit-Schädlingserkennung und mobile Spot-Sprüh-Systeme

Intelligente Sprühgeräte, die mit KI-Technologie ausgestattet sind, erkennen mithilfe von Computer Vision und multispektraler Bildgebung tatsächlich, was auf dem Feld vor sich geht: Sie identifizieren einzelne Unkräuter und Schädlinge gezielt innerhalb der Kulturpflanzen. Während diese Maschinen Felder abscannen, analysieren sie vor Ort sämtliche Art von Daten. Statt Chemikalien pauschal über das gesamte Feld zu versprühen, applizieren sie Herbizide ausschließlich genau dort, wo Probleme auftreten. Dieser Ansatz reduziert unnötiges Besprühen ganzer Felder, minimiert ungewollte chemische Ausbreitung und verhindert, dass gesunde Pflanzen versehentlich beschädigt werden. Was diese autonomen Systeme besonders effektiv macht, ist ihre Fähigkeit, die Düsen-Einstellungen nahezu augenblicklich anzupassen – je nach Dichte des Pflanzenbestands und Schweregrad des Schädlingsbefalls. Landwirte haben festgestellt, dass sie selbst unter schwierigen Geländebedingungen – etwa an rutschgefährdeten Hängen oder in schlammigen Bereichen nach starken Regenfällen – erstaunlich zuverlässig arbeiten.

Praxiserprobte Reduzierung des Pestizidverbrauchs (30–70 %) durch variable Applikationsraten

VRT passt die Menge der ausgebrachten Chemikalien entsprechend dem tatsächlichen Vorkommen von Schädlingen an und reduziert so den Bedarf der Landwirte um 30 % bis 70 % gegenüber herkömmlichen Methoden. Das System funktioniert, weil Sensoren den Gesundheitszustand der Pflanzen – beispielsweise den Chlorophyllgehalt und die Biomasse – erfassen und darauf basierend präzise berechnen, wie viel Spritzmittel an welcher Stelle ausgebracht werden muss. Dadurch entsteht keine Verschwendung von Chemikalien in Bereichen, die keiner Behandlung bedürfen. Die eingesparten Kosten liegen bei etwa 18 bis 42 US-Dollar pro acre bewirtschafteter Fläche; zudem trägt das System dazu bei, gesetzliche Grenzwerte für chemische Rückstände einzuhalten. Für landwirtschaftliche Betriebe bedeutet diese Technologie eine verbesserte Kapitalrendite, da kein Geld für unnötige Ausgaben verschwendet wird, und gleichzeitig wird verhindert, dass schädliche Stoffe in Gewässer und andere Umweltbereiche eingetragen werden.

Häufig gestellte Fragen

Warum ist eine Kalibrierung des Sprühgeräts erforderlich?

Die Kalibrierung von Sprühgeräten stellt sicher, dass Chemikalien präzise appliziert werden und verhindert sowohl eine Unterapplikation – wodurch Schädlinge die Ernte schädigen können – als auch eine Überapplikation, die Ressourcen verschwendet und die Umwelt belastet.

Wie oft sollten Sprühgeräte kalibriert werden?

Sprühgeräte sollten immer dann kalibriert werden, wenn Düsen ausgetauscht werden, oder etwa alle 50 Betriebsstunden, um eine optimale Leistung zu gewährleisten.

Was ist die variable Applikationsrate (VRT) bei Sprühgeräten?

Die variable Applikationsrate (VRT) bei Sprühgeräten passt die Menge der applizierten Chemikalien anhand einer Echtzeit-Erkennung von Schädlingen an und reduziert den Pestizideinsatz im Vergleich zu herkömmlichen Methoden um 30–70 %.

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